Singen in Zeiten von Corona

 

 

 

Die Fortdauer der Coronakrise macht allen Vereinen zunehmend zu schaffen. Jetzt sind schon über zwei Monate vergangen, in denen wir nicht mehr zusammen singen konnten. Wir versuchen jedoch nach wie vor, das Beste daraus zu machen. So probt der Frauenchor wie immer zur gewohnten Zeit am Donnerstagabend, mit dem Unterschied, dass nun jede bei sich zu Hause bleibt und wir uns nur virtuell über ZOOM treffen. Es ist natürlich nicht dasselbe. Durch mangelnde Synchronität können wir nicht wirklich zusammen singen, weshalb unsere Chorleiterin Katrin Ferenz uns auf „stumm“ schaltet und jede dann nur sich selbst hört. Der Chorklang fehlt uns sehr. Und dennoch haben wir auf diese Weise sogar schon ein neues Stück einstudiert. Darüber hinaus versorgt uns unsere Chorleiterin mit Übedateien, die wir immer wieder anhören und mit denen wir alleine gut üben können.

 

Ebenfalls virtuell haben wir bereits zwei Vorstandssitzungen abgehalten. Das funktioniert sehr gut, solange wir uns daran halten, dass immer nur einer redet. Sobald mehrere gleichzeitig reden, versteht man nämlich gar nichts mehr.

 

Nachdem das Chorfest in Leipzig ausgefallen ist bzw. auf 2022 verschoben wurde, müssen wir nun schweren Herzens auch auf weitere geplante Veranstaltungen verzichten. Unser für Juli geplantes Konzert im St. Josefs-Stift in Eisingen haben wir abgesagt. Die Mittsommerserenade, die am 5. Juli 2020 in der Pfarrkirche in Thüngersheim stattfinden sollte, wird in der geplanten Form auch nicht stattfinden können. Wir überlegen aber zur Zeit noch, ob wir kurzfristig eine „kleine Alternative“ auf die Beine stellen können, um überhaupt mal wieder zusammen zu singen. Das hängt nicht zuletzt von der Entwicklung der Pandemie und den damit verbundenen Lockerungen ab.

 

Über unsere Veranstaltung Kultur und Federweißer im Oktober haben wir uns auch viele Gedanken gemacht und sind zu dem Schluss gekommen, dass die auch bis dahin noch zu erwartenden Vorschriften, wie zum Beispiel die Abstandsregel, im Weberkeller kaum einzuhalten wären. Deswegen haben wir uns entschlossen, die kulturellen Veranstaltungen am Donnerstag- und Freitagabend abzusagen und die bereits eingeplanten Auftritte auf nächstes Jahr zu verschieben. Ob wir am Samstag im Rahmen der Letzten Fuhre ein Event auf dem Hof machen können, werden wir zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden. Das hängt von den zukünftigen Entwicklungen ab und davon, ob die Letzte Fuhre überhaupt stattfinden wird.

 

Trotz aller Absagen, die uns sehr traurig machen, sollten wir aber den Mut nicht verlieren. Aufgeschoben ist ja bekanntlich nicht aufgehoben! Wenn etwas erst später stattfinden kann, dann dauert die Vorfreude entsprechend länger. Und die Vorfreude ist doch die schönste Freude!

 

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen weiterhin viel Freude und jede Menge Gesundheit!

 

 

 

Petra Held für den Gesangverein